Internationaler Architektenverband (UIA / Union Internationale des Architectes) und Holcim Foundation kooperieren bei der weltweiten Förderung des nachhaltigen Bauens
Zürich/Schweiz, 9. Juli 2008 – Der Internationale Architektenverband (UIA) und die Holcim Foundation for Sustainable Construction kooperieren, um die Nachhaltigkeit in den Bereichen Planung, Architektur und Bauwesen zu fördern.
Die Holcim Foundation veranstaltet unter anderem den weltumspannenden Wettbewerb um die Holcim Awards, mit denen auf regionaler und globaler Ebene die besten Projekte des nachhaltigen Bauens ausgezeichnet werden. Gegenwärtig läuft der zweite Wettbewerbszyklus; in der zweiten Jahreshälfte 2008 werden die Auszeichnungen in fünf Weltregionen übergeben, darunter auch jene in der neu geschaffenen Kategorie «Next Generation», für die junge Berufsleute bis 35 Jahre zukunftsweisende Konzepte einreichen konnten. 2009 werden aus dem Kreis der regionalen Preisträger die globalen Gewinner gekürt.
Zusätzliche Bedeutung gewinnt der Wettbewerb um die Holcim Awards nun durch die Zusammenarbeit der Stiftung mit dem Internationalen Architektenverband (UIA / Union Internationale des Architectes). Die UIA repräsentiert rund 1,4 Millionen Architekten auf der ganzen Welt; dem weltweit grössten Architektur-Netzwerk gehören die wichtigsten Architektenverbände von über 120 Ländern an.
Die Kooperation zwischen der Holcim Foundation und der UIA findet auf verschiedenen Ebenen ihren Niederschlag – vor allem aber sorgt sie dafür, dass zwei bedeutende Netzwerke miteinander verknüpft werden. Dadurch entsteht eine weltweit aktive Gemeinschaft anerkannter Fachleute, die sich durch herausragende Leistungen auf dem Gebiet des nachhaltigen Bauens positionieren.
Die Holcim Foundation will sich am UIA-Arbeitsprogramm über die nachhaltige Architektur beteiligen; mit diesem Programm unterstützt die UIA die Architekten dabei, die Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung auf lokaler und globaler Ebene effektiv zu bewältigen, und stellt architektonisches Fachwissen über die Nachhaltigkeit bereit. Darüber hinaus verbessert die Kooperation den Zugriff auf Wissen und die Verbreitung von Informationen über das nachhaltige Bauen.
„Die Holcim Foundation freut sich sehr über die Zusammenarbeit mit der UIA“, erklärt Markus Akermann, Stiftungsratspräsident der Holcim Foundation. „Nachhaltiges Bauen ist für uns alle elementar, denn es bildet die Voraussetzung für ökologischen, ökonomischen und sozialen Fortschritt. Fortan werden wir uns gemeinsam dafür einsetzen, dass bei Bauprojekten bereits in den Planungs- und Konstruktionsphasen auf Nachhaltigkeit gesetzt wird.“ Dabei spiele die UIA mit ihren Kontakten zu unzähligen Berufsverbänden eine tragende Rolle.
„Die UIA interessiert sich seit der Gründung der Holcim Foundation 2003 für deren Aktivitäten“, sagt Gaëtan Siew, bis vor kurzem Präsident der UIA und einer der Initianten der Kooperation. Die Holcim Foundation verfüge über grosses Know-how rund ums nachhaltige Bauen. Seit ihrer Gründung arbeitet die Stiftung mit Partneruniversitäten zusammen, die zu den besten technischen Hochschulen gehören. In Europa ist die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH Zürich) Partnerin der Holcim Foundation.
Zu den Resultaten der Zusammenarbeit zwischen der Stiftung und der Hochschulen gehören die fünf „Target Issues“. Diese Zielsetzungen des nachhaltigen Bauens bilden die Leitplanken für alle Aktivitäten der Stiftung und dienen auch als Entscheidungskriterien beim Wettbewerb um die Holcim Awards. Drei der „Target Issues“ umschreiben die wesentliche Grundlage jeder nachhaltigen Entwicklung – die ausgewogene Berücksichtigung ökologischer, sozialer und ökonomischer Aspekte. Ein „Target Issues“ bezieht sich auf die Errichtung und Verbesserung von Gebäuden, Wohnräumen, Städten und Grossstädten, ein weiteres betont die globale Dringlichkeit des nachhaltigen Bauens und fordert sowohl signifikante als auch mulitplizierbare Fortschritte.